Pressestimmen
Hier erscheinen Presseverlautbarungen zum Tuchwerk Aachen
Aachener Zeitung - 26.04.08
Die alte Ruine wird ein neues Juwel in der Soers
Von unserem Redakteur Thorsten Karbach | 25.04.2008, 17:18
Aachen. Henk Vos kann sich noch sehr gut daran erinnern, wie er das erste Mal die Tuchfabrik-Ruine betrat. Ein Raum voller Menschen, die das Projekt, die Ruine in einen Kultur-, Erlebnis- und Veranstaltungsort umzuwandeln, vorantreiben wollten.
Zwei Jahre später ist der Geschäftsführer der Euregionale 2008 Agentur wieder in dem alten Tuchwerk an der Stockheider Mühle zu Gast und sagt: «Ich habe keinen Moment gezögert, dass wir dieses Projekt unterstützen müssen.»
Es sind nicht ganz so viele Menschen an diesem Nachmittag, die zwischen den Gebäuden an Stehtischen stehen. Die Macher des Euregionale-2008-Projektes, allen voran die Vertreter des Verein Tuchwerk e.V., haben Journalisten eingeladen, um eine frohe Botschaft zu überbringen: Das Projekt Tuchwerk hat neuen Rückenwind bekommen, die Förderempfehlung des Beirats von «Initiative ergreifen» an das Ministerium für Bauen und Verkehr des Landes ist da.
Damit rücken rund 2,5 Millionen Euro der erwarteten 5 Millionen Euro Kosten in greifbare Nähe. Und die städtische 10-Prozent-Hilfe ist auch schon im Haushalt verankert. «Wir haben eine ganz hohe Hürde genommen», sagt Tuchwerk-Vorsitzender Jochen Buhren. «Ich gehe davon aus, dass das Land der Empfehlung des Beirats folgt», sagt Henk Vos.
Für 2009 wird nun der Förderentscheid aus Düsseldorf erwartet, dann können die großen Umbauarbeiten nach den Plänen des Architekten Michael Kleinen beginnen. Die Eröffnung ist für 2011 geplant. Es wird eine große Dauerausstellung errichtet, lebendige Werkstätten entstehen, zudem wird es einen Seminarbereich und ein Bistro geben.
In den Nebengebäuden entsteht Wohnraum. Seit zwei Jahren wird an dem Konzept gefeilt, viele Partner wurden ins Boot geholt. Die Behindertenwerkstatt Prodia Kolping wird in das Tuchwerk integriert. Kunsthandwerker aus der Region und Experten der RWTH werden eingebunden. Tuchgeschichte wird auf Zukunftsvisionen treffen. Das wird spannend - das kann man Buhren und seinen Mitstreitern glauben.
Dezernentin Gisela Nacken spricht von einem besonderen Ort, Henk Vos von einem «Juwel in der Soers». Das Tuchwerk wird als Museum und Veranstaltungsort in den Pferdelandpark ein- und an den weißen Weg angebunden. «Es wird ein wichtiger Punkt», sagt Gisela Nacken - und das nicht nur, weil Wanderer auf dem 30 Kilometer langen Weg im Bistro einen Kaffee trinken können.
Bis es soweit ist, machen sich Jochen Buhren und Co auf die Suche nach weiteren Sponsoren und Förderern. Gespräche mit der NRW Stiftung und der Sparkassen Kulturstiftung laufen. «Das Engagement des Vereins ist absolut bemerkenswert», sagt Euregionale-Boss Vos. Und: «Ohne diese Menschen, bleibt dies eine Ruine. Und die wird auch nicht schöner.»
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Aachener Nachrichten 26.04.2008
Tuchwerk: Der Sekt sprudelte
Die Förderempfehlung eröffnet die Aussicht auf die Hälfte der Gesamtkosten von fünf Millionen Euro. Baubeginn im nächsten Jahr, Fertigstellung 2011.
Von unserem Mitarbeiter
Werner Czempas
Aachen. Blau leuchtete das am alten Werkstor aufgespannte Papierband, das als Symbol der Hoffnung durchschnitten wurde, der Sekt stand parat, strahlende Gesichter ringsum: Auf dem Gelände der mehr und mehr verfallenden Textil-Industriebrache Stockheider
Mühle am Strüverweg 112 in der Soers wird in wenigen Jahren ein hochkarätiges städtebauliches Juwel strahlen. Denn der Beirat des landeseigenen Förderprogramms
„Initiative ergreifen“ hat eine Förderempfehlung für das Euregionale 2008-Projekt „Tuchwerk Aachen“ an das NRW-Bau- und Verkehrsministerium ausgesprochen.
Ein glücklicher und sichtlich stolzer Jochen Buhren vom Verein Tuchwerk Aachen:
„Damit haben wir eine ganz, ganz hohe Hürde genommen.“
Das Landesprogramm „Initiative ergreifen“ unterstützt Projekte, die bürgerschaftliches Engagement und Stadterneuerung wirksam miteinander verknüpfen. Mit der Förderempfehlung liegt zwar noch nicht das endgültige Ja für eine Düsseldorfer Geldspritze vor, doch signalisiert das Votum deutlich, dass die Macher von „Tuchwerk
Aachen“ auf ministerielles Wohlwollen mehr als hoffen können.
Damit zahlt sich das zweijährige, intensive und nie aufgebende Engagement des Vereins „Tuchwerk Aachen“ aus. Die Gesamtinvestition des Projekts beläuft sich auf fünf Millionen Euro, wovon über „Initiative ergreifen“ 2,5 Millionen Euro gefördert werden.
Baubeginn wird in 2009 sein, die Eröffnung ist für das Frühjahr 2011 geplant.
Das Tuchwerk werde „ein besonderer Ort und eine interessante Station“ ammehr als 30 Kilometer langenWeißenWeg innerhalb des Euregionale-Projekts Pferdelandpark
sein, rühmte die städtische Beigeordnete Gisela Nacken Idee und Konzept. Hier werde „Naherholung vor der Tür“ geboten. Alle Fraktionen des Stadtrats hätten
ihre Zustimmung signalisiert. Zehn Prozent der Investitionskosten wolle die Stadt übernehmen.
Mit einem „Herzlichen Glückwunsch!“ gratulierte auch Euregionale-Geschäftsführer Henk Vos dem Tuchwerk-Verein. Vos: „Das Projekt trägt dazu bei, die Industriebrache
der ehemaligen Tuchfabrik Becker in eine neue und qualitativ hochwertige Nutzung
zu überführen. Das Tuchwerk wird eine erste Adresse in Aachen.“
Henk Vos hob das hohe zeitliche und finanzielle bürgerschaftliche Engagement der Initiatoren und die Entwicklung des Projekts als „vorbildhaft“ besonders hervor.
Fünf Projektbausteine (die „Nachrichten“ berichteten) werden das Tuchwerk in der Soers
kennzeichnen: 1. Ausstellungsbereich mit Dauer- und Wechselausstellungen zur Entwicklung der Textilindustrie in Aachen und der Region: „Textilindustrie gestern,
heute, morgen“. Textilinstitute der RWTH (Textiltechnik, Teppichforschung,
Massivbau, Deutsches Wollforschungsinstitut) werden ihre Entwicklungen und
aktuelle Forschungsergebnisse präsentieren. 2. Veranstaltungen, Seminare und Tagungen in Kooperation mit den RWTH-Instituten und euregionalen Hochschul-Standorten (Academie beeldende Kunsten, Maastricht; Textiltechnik und Design, FH Krefeld), Fortbildung für Textilfachleute. 3. Außerschulischer Lernort mit pädagogischen
Begleitangeboten für alle Altersgruppen. 4. Bistro-Bereich, offener Themenhof mit
Teichgarten für Außengastronomie, Veranstaltungen und Märkte. In einem fünften Bereich „Werkstätten und Vertrieb“ erleben Besucher die Weberei im Tuchhandwerk live, wenn Textilkünstler und Handwerker ihr Können präsentieren. Kunsthandwerker
aus der Region – etwa Maßschneider, Hutmacher, Filzer, Täschner – sollen als Pächter in
die Tuchwerkstätten einziehen und hochwertige Textilprodukte fertigen. Produkte der internen und auch externen Textilhandwerksbetriebe werden verkauft. Die Behindertenwerkstatt Prodia Kolping wird ihre Handweberei in das Tuchwerk auslagern und zusätzliche Arbeitsplätze für psychisch behinderte Menschen schaffen. Im Projekt geplant sind auch mehr als zehn hochwertige Eigentumswohnungen.
„Wir brauchen noch Spenden und Sponsoren“, bittet Herbert Schauer um weitere Hilfen für den Verein, der seit 2003, von vielen Bürgern unterstützt, eine umfangreiche
Sammlung zur Textilgeschichte der Region zusammengetragen hat, der die Grundlage für
die künftige Dauerausstellung im Tuchwerk sein wird.
Zweck des Vereins ist die Pflege und Erhaltung von Kulturwerten und die Förderung der Industriekultur, der Denkmalpflege und Heimatgeschichte sowie der wissenschaftlichen
Forschung in Bereichen der regionalen Wirtschaftsgeschichte.
Ansprechpartner ist Jochen Buhren: Telefon 0172-5645008.
@ Das Projekt im Netz:
www.tuchwerk-aachen.de
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Aachener Nachrichten 22.02.2008

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Aachener Zeitung 27.10.2007

Aachener Nachrichten 27.10.2007

Aachener Zeitung 06.07.2007
Am Wildbach soll wieder gewebt werden
Projekt Tuchwerk hofft auf Euregionale‑Mittel. Initiatoren wollen aus Soerser Industrieruine einzigartigen Kulturstandort machen.
VON UNSEREM REDAKTEUR OLIVER SCHMETZ AACHEN.
Früher war in der Halle die Färberei untergebracht. Aber das ist schon ein paar Jahre her. Heute bedecken Schuttberge den Boden, auf dem einst riesige Waschmaschinen standen. Und in Zukunft? “Hier kommt die Gastronomie hin”, zeigt Michael Kleinen in den 350 Quadratmeter großen Raum. “Sie wird sich zur Straße hin öffnen”, ergänzt der Architekt. Den Blick dorthin versperrt jedoch noch eine Wand. Ein bisschen Phantasie ist also nötig, um sich die Zukunft vorzustellen. Das gilt auch für dieses niedrige, düstere Gewölbe nebenan: “Der Weinkeller”, sagt der Architekt.Noch ist der Rebensaft jedoch nicht geordert. Dafür steckt das Ganze noch zu sehr in den Kinderschuhen. Doch wenn die Pläne tatsächlich Realität, werden, wird man in der Stockheider Mühle am Strüverweg, dem alten Standort der Tuchfabrik Becker in der Soers, weit mehr als bloß ein Gläschen Wein zu sich nehmen können. Denn das Projekt “Tuchwerk Aachen” soll aus der Industrieruine einen Ort machen, der Raum zum Entdecken, Erholen, Lernen, Erleben und Genießen bietet. “Wir wollen hier kein normales Museum, sondern etwas schaffen, das ständig in Bewegung ist, das sich nicht nur auf Vergangenheit bezieht”, beschreibt Jochen Buhren die Idee. Er gehört zur Initiative Textilmuseum, die das Projekt seit einiger Zeit vorantreibt.Ständige Bewegung – das heißt, dass an historischer Stätte auch wieder produziert werden soll. Eine “Schauweberei gehört zum Konzept, und das nicht nur als musealer Vorführbetrieb. In hochwertiger Handarbeit könnten wieder Aachener Tuche gewebt und im Shop verkauft werden. Auf 1200 Quadratmetern Ausstellungsfläche soll zudem die Geschichte der Aachener Textilindustrie dargestellt werden, verbunden auch mit Themen aus der aktuellen Forschung. Als feste Partner, so die Initiatoren, habe man dafür vier Hochschul‑Institute gewonnen. Geplant ist neben Wechselausstellungen auch ein “Themenhof”, ein Gästehaus, Platz für Seminare sowie Wohnraum ‑ zwölf großzügige “Lofts” sollen auch entstehen. “Wir wollen einen einzigartigen. Kulturstandort entwickeln”, formuliert Buhren den Anspruch für das rund 38000 Quadratmeter große Areal am Wildbach.
Das wird einiges kosten. Etwa 3,5 Millionen Euro wird man für die Sanierung der denkmalgeschützten Gebäude benötigen ‑ ohne Außenflächen, “Wir brauchen öffentliche, Unterstützung”, sagt Anke Asfur von der Firma „Zeitkontext”, die das Projekt inhaltlich flankiert. Spender werden gesucht, zudem strebt man Landesmittel an. Und vor allem setzt man auf die Euregionale 2008. Dort ist das Tuchwerk im März als eines von fünf Aachener Projekten zur weiteren Qualifizierung vorgeschlagen worden. Was noch nicht heißt, dass auch Geld fließt. “Bis September soll ein Betreiber‑ und Finanzierungskonzept vorgelegt werden”, gibt Andrea Drossard von der Euregionale‑Agentur den weiteren Fahrplan vor.Bei der Stadt sieht man das Ganze mit Wohlwollen, zumal das Tuchwerk direkt an jenem “Weißen Weg”, liegen würde, der sich durch das städtische Euregionale-Projekt Pferdelandpark schlängelt. “Das könnte die ideale Nutzung für die Ruine sein”, sagt Gertrude Helm, bei der Stadt verantwortlich für den Pferdelandpark. Und es gibt einige weitere Mitstreiter. Die Tuchfabrik Becker &Führen unterstützt das Projekt. Die Kolping-Weberei “Prodia”, die eine Werkstatt für Behinderte in Brand betreibt, würde mitmachen und in die Soers umziehen.Und sogar in der alten Färberei haben ein paar Besucher schon Phantasie bewiesen ‑ staubige Schuttberge oder düstere “Weinkeller” hin oder her: es hat bereits Gespräche mit Interessenten für die Gastronomie gegeben”, sagen die Initiatoren.
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Aachener Nachrichten am 09.06.07
Artikel zur Tuchwerk-Vorstellung am 15.06.2007
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Aachener Nachrichten am 19.06.07


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